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Kimi
Räikkönen war heute wieder Gast bei der FIA Pressekonferenz vor
dem Grand Prix von Ungarn in Budapest. Dort sprach der Finne über
eine Gorilla Montur, seine Chancen für das Rennen am Sonntag
sowie für die Weltmeisterschaft und über vieles mehr.
Frage:
Wie enttäuschend war der Ausfall am Nürburgring für dich,
speziell hinsichtlich der Weltmeisterschaft?
Kimi:
Schon enttäuschend - das tut weh, denn da hätten wir viele
Punkte holen können. Es ist nicht passiert, aber wenigstens ist
der Rückstand nicht größer geworden. Wir sind noch im Fight.
Wenn wir den Speed der vergangenen Rennen halten können, dann bin
ich mir sicher, dass wir die anderen Rennen gewinnen können.
Frage:
Nach Budapest kommen immer viele Finnen. Fühlt es sich ein
bisschen wie ein Heim-Grand-Prix an?
Kimi:
Es ist immer schön, die vielen Finnen hier zu sehen, weil das
Land so nahe bei Finnland liegt. Das ist immer motivierend, noch
besser abzuschneiden, aber ich pushe sowieso immer hart und
versuche, den Fans ein gutes Resultat zu schenken.
Frage:
Wie gefällt dir die Strecke hier?
Kimi:
Recht gut. Sie ist herausfordernd und es ist schwierig, das Auto
voll hinzubekommen. Es ist auch schwierig, eine saubere Runde zu
fahren - eine gute Herausforderung für den Fahrer also.
Frage:
Wie stark erwartest du Ferrari hier?
Kimi:
Keine Ahnung, da müssen wir erst einmal das Training abwarten.
Wir haben aber einige Verbesserungen dabei, die uns helfen
könnten. Aber warten wir ab.
Frage:
Du hast hier 2006 die Pole geholt und hast 2005 vom vierten Platz
in der Startaufstellung gewonnen. Wie ist es um deine Chancen
bestellt?
Kimi:
Ich weiß es wirklich nicht. Der Kurs ist etwas anders als viele
andere Strecken, womöglich ein wenig wie Monaco, aber ich denke,
dass wir ein paar Fortschritte erzielt haben und stärker sein
sollten, als wir das in Monaco waren. Wenn wir näher dran sind,
dann sollten wir in einer guten Position sein, aber wir werden
wirklich erst morgen sehen, wie das Auto hier funktioniert.
Frage:
Was habt ihr seit Monaco verändert? Ihr hattet ja ein Problem mit
verwinkelteren Strecken...
Kimi:
Klar, der Kurs kommt Monaco am nächsten, aber es ist immer noch
ein echter Kurs. Wir haben seit dem Test in der vergangenen Woche
ein paar neue Teile. Ich denke, dass sie helfen werden, denn es
ist hier ziemlich uneben und wir müssen über Randsteine fahren,
das hilft uns also hoffentlich.
Frage:
Bist du zufrieden, wie Ferrari jetzt mit den super-weichen Reifen
zufrieden geht?
Kimi:
Ich denke nicht, dass wir irgendwelche Probleme mit den Reifen
hatten, wir waren in Monaco und Kanada vielleicht nicht so stark,
wie wir das hätten sein sollen. Wir haben die weichen Reifen in
den vergangenen Rennen immer noch besser verwendet, als die
anderen, also denke ich nicht, dass wir diesbezüglich Probleme
haben.
Frage:
Es kursiert gerade ein offener Brief von Ron Dennis zum Thema
Spionage. Liest du so etwas oder interessiert dich das gar nicht?
Kimi:
Es interessiert mich nicht sonderlich. Ich weiß über den Brief
gar nichts. Ich nehme aber an, dass wir disqualifiziert worden
wären, wenn wir etwas nicht Legales gehabt hätten, er lag also
womöglich nicht richtig.
Frage:
Fernando Alonso fehlt in der Pressekonferenz, vermutlich wegen der
Situation zwischen McLaren und Ferrari. Denkst du, dass auch
Ferrari nicht an der Pressekonferenz hätte teilnehmen sollen?
Kimi:
Ich weiß nicht, was der Grund dafür ist, vielleicht ist es etwas
anderes, also... Ich war glücklich hierher zu kommen. Ich muss
das gleiche entweder hier oder im Fahrerlager machen, es ist also
egal.
Frage:
Wie fiel deine Reaktion aus, als der Weltmotorsportrat vergangenen
Donnerstag seine Entscheidung bekannt gab? Warst du sauer, so wie
dies der Rest des Teams gewesen zu sein scheint? Und was war deine
Reaktion, als du in dieser Woche gehört hast, dass der Fall vor
das Berufungsgericht kommen wird?
Kimi:
Ich habe es abgesehen davon, was ich von anderen Leuten gehört
habe, nicht allzu sehr verfolgt, und ich möchte da wirklich nicht
mit reingezogen werden, es ist also egal, ob ich das mag oder
nicht. Was ich denke, wird nichts verändern, ich verfolge also
einfach, was passiert, und es gibt Leute, die Entscheidungen
treffen. Ich denke, dass es für alles einen Grund gibt, wir
müssen also mal abwarten, was in der Zukunft passiert.
Frage:
Haben du und Felipe das Gefühl, dass ihr lieber auf der Strecke
als mit dem, was abseits der Piste passiert, beweisen wollt, was
Ferrari drauf hat?
Kimi:
Mit Sicherheit werden wir alles geben, um Rennen zu gewinnen und
um jeden Sieg und jeden Punkte zu kämpfen. Das ist die einzige
Art, um Rennen zu fahren. Wir wollen nicht warten, um einen
Vorteil auf andere Art und Weise zu ziehen. Das ist eine komplett
andere Geschichte und wir werden weiter wie zuvor Rennen fahren.
Hoffentlich können wir also aufholen.
Frage:
Wie enttäuschend wäre es für dich, falls die Weltmeisterschaft
nicht auf der Strecke entschieden werden sollte?
Kimi:
Ich hoffe, dass die Entscheidung auf der Strecke fallen wird. Aber
manchmal sind eben noch andere Probleme darin verwickelt. Ich
weiß aber nicht allzu viel über die Situation und die Details,
ich kann also nicht wirklich etwas darüber sagen. Du hörst
Dinge, aber man hört über dieselbe Geschichte viele Dinge, ich
warte also einfach ab und schaue, was passiert und kümmere mich
um meine eigenen Sachen.
Frage:
Machst du dir noch Sorgen wegen der Zuverlässigkeitsprobleme bei
Ferrari? Oder denkst du, dass du sie hier ein für alle Male
gelöst bekommst?
Kimi:
Das ist Rennsport und man kann immer Probleme mit dem Auto haben.
Das ist leider ein Teil davon. Wir verstehen das Problem und haben
schon ein paar Verbesserungen vorgenommen und sind uns ziemlich
sicher, dass es nicht noch einmal passieren wird. Aber wie ich
schon gesagt habe, man weiß nie. Ich war im Qualifying am Samstag
glücklich, aber wie ich immer sage, ist das Rennen lang und es
kann alles passieren, und wir konnten das Rennen leider nicht
beenden. Wir wissen, dass wir schnell sein können, aber es ist
noch zu früh, um das sagen zu können, aber technisch geben wir
alles, um die Zuverlässigkeit zu verbessern.
Frage:
Du hast am Nürburgring gesagt, dass dein Auto mit wenig Sprit
schlechter war als mit mehr Sprit. Denkst du, dass sich dies
negativ auf die Strategie ausgewirkt hat?
Kimi:
Nein, mein Auto war im Qualifying gut. Im Rennen haben wir
vielleicht die Reifen nicht so zum Arbeiten bekommen, wie wir das
haben wollten. Die ersten beiden Qualifying-Einheiten haben keinen
großen Unterschied ausgemacht, der letzte Qualifying-Teil ist
jener, der zählt. Wir hatten ein perfektes Auto und wir hatten
jede Menge Benzin im Auto, also...
Frage:
Was planst du für deinen Urlaub?
Kimi:
Ich weiß es nicht, ich habe keinerlei Pläne. Mit Sicherheit
irgendetwas, das Spaß macht, wir werden sehen.
Frage:
Ich habe gehört, dass du in einer Gorilla-Montur unterwegs
warst...
Kimi:
Ja, aber war das wirklich ich? Das weißt du nicht. Man hört
immer so viele Geschichten von den Leuten, also...
Frage:
Aber du hast Boot-Rennen gewonnen. Wirst du den Sieg dementieren?
Kimi:
Ja, wir haben die Trophäe schon erhalten. Es war nur ein
Boot-Rennen und wir haben das nur zum Spaß gemacht.
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