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In
der FIA Pressekonferenz nach dem Grand Prix der Türkei erzählte
Kimi von seinem teilweise langweiligen Rennen und warum der
zweiten Platz das beste Ergebnis war, welches er erreichen konnte.
Frage:
Das war für dich nach einem frustrierenden Tag aus. Du bist am
Start auf den zweiten Platz gekommen und bist dann dort geblieben.
Jedoch hast du Felipe vor deinem zweiten Boxenstopp gehörig unter
Druck gesetzt...
Kimi:
Ja, wir hatten ein sehr gutes Auto, aber leider ist es in der
heutigen Zeit in der Formel 1 sehr schwierig zu überholen, das
Rennen wurde also wirklich bereits gestern entschieden. Dennoch
gab ich alles und kam so nah an ihn ran, wie ich konnte, und ich
probierte etwas bei den Boxenstopps aus. Aber wenn zwei
Teamkollegen gegeneinander kämpfen, dann ist es für gewöhnlich
der Erste, der seine Position behalten kann, wer auch immer das
ist. Das Auto war wirklich gut, aber es gab nichts, was ich hätte
tun können.
Frage:
Du hast dich für die weichere der beiden Reifen-Varianten
entschieden. War dies im Hinblick auf das Rennen eine wichtige
Entscheidung, welche Leistung haben sie gezeigt?
Kimi:
Wir waren ziemlich zuversichtlich, dass beide Reifen sehr gut
arbeiten würden. Es gab keinen großen Unterschied, und wir
entschieden uns dazu, die weichere aus vielerlei Gründen für den
Start zu verwenden, und das funktionierte. Es ist immer noch
schwierig zu sagen, welche die Bessere gewesen wäre. Sie waren
sich sehr ähnlich.
Frage:
Erzähle uns etwas über den Start.
Kimi:
Ich hatte einen guten Start, so wie wir uns das erhofft hatten,
aber das war es auch schon. Ich folgte Felipe das ganze Rennen
über, und es gab nichts, was ich hätte tun können.
Frage:
Wie hast du das Ende des ersten Abschnitts gesehen?
Kimi:
Das war gut. Ich hatte zu Beginn etwas zu viel Untersteuern und
konnte nicht so viel Druck machen, wie ich dies wollte. Das Auto
wurde besser und besser und am Ende war es sehr gut und sehr
einfach zu fahren. Aber ich hatte zu Beginn des zweiten
Rennabschnitts sehr große Probleme mit dem Handling. Am Ende
konnte ich sehr schnell fahren, aber wenn du zwei Jungs aus
demselben Team hintereinander fahren hast, dann muss für
gewöhnlich der zweite Kerl zuerst an die Box, und es gab nichts,
was ich hätte tun können.
Frage:
Aber du hast zwei Runden vor Schluss mit der schnellsten Rennrunde
so etwas wie eine Duftmarke hinterlassen?
Kimi:
Ja, es ist einfach zu langweilig, hinter anderen Autos zu fahren.
Leider werden in diesen Tagen in der Formel 1 die Rennen schon
ziemlich im Qualifying entschieden. Das ist also schade.
Frage:
Du fuhrst ähnlich wie in Ungarn zwei Runden vor Schluss die
schnellste Rennrunde.
Kimi:
Ja, das ist etwas, was man noch tun kann.
Frage:
Bist du die schnellste Runde nur gefahren, um wach zu bleiben,
oder wolltest du versuchen, wie viel du aus dem Auto rausholen
kannst?
Kimi:
Ich denke, dass wir aus dem Auto mehr herausholen können, wenn
wir wirklich Druck machen, aber es gibt keinen Grund, die zweite
Position zu gefährden, indem man wie verrückt Druck macht und
dabei vielleicht abfliegt. Es war einfach so, dass ich versuchen
und schauen wollte, wie gut das Auto war, und dabei vielleicht
etwas lernen kann. Wie ich schon gesagt habe, ist es ein wenig
langweilig, man weiß sehr häufig, vor allem nach dem Boxenstopp,
wo die anderen Autos anhalten werden und das ist es dann. Man
weiß, dass du nicht wirklich etwas machen kannst, wenn du an den
Jungs nicht vorbeikommst, und es ist sehr schwierig, zu
überholen.
Frage:
Wie viel hat dir der Reifenschaden bei Lewis in Bezug auf deine
Titel-Chancen geholfen?
Kimi:
Das war für uns definitiv besser. Wir wissen, dass in einem
Rennen alles passieren kann, wir haben mehr gewonnen, als wenn er
Dritter geworden wäre. Es hat uns aus diesem Grund geholfen, aber
es sind noch viele Rennen zu fahren, wir müssen aus diesem Grund
weiterhin Druck machen und versuchen zu gewinnen. Dann schauen
wir, was passiert.
Frage:
Kann man auch in Monza nur von der Pole Position aus gewinnen?
Kimi:
Nicht wirklich. Das hängt davon ab, wie viel Benzin man im
Vergleich zu den anderen dabei hat, aber wenn du gegen
Teamkollegen fährst, dann weißt du exakt, wie viel Sprit der
andere Kerl dabei hat. Wenn du dich also in dieser Situation
befindest, dann weißt du ziemlich genau, was im Rennen passieren
wird. Wenn es jemand anderes ist, dann ist es mit Sicherheit eine
andere Geschichte, die Pole Position macht dir das Leben leichter,
du hast bessere Chancen, aber es entscheidet das Rennen nicht
wirklich komplett.
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