|
Nach
der starken Leistung beim Grand Prix der Türkei in Istanbul ist
Ferrari für viele Beobachter auch für das Heimspiel in Monza
leicht favorisiert. Doch Kimi Räikkönen sieht das nicht so.
Mit
dem Doppelsieg in der Türkei hat Ferrari den ersten Teil seiner
Drohung wahr gemacht: Fast alle Strecken, auf denen jetzt noch
gefahren werde, würden der Charakteristik des F2007 in die Karten
spielen - auch der Heim-Grand Prix der Italiener in Monza wurde
von den Roten wie selbstverständlich als Ferraristrecke
ausgewiesen. Eine Einschätzung, der ausgerechnet Kimi Räikkönen
widerspricht. Es gebe bessere Strecken für Ferrari als Monza,
glaubt der Finne. "Das ist ein Low-Downforce-Parcours ohne
viele Kurven oder Bremsen über die Randsteine. Es ist also einer
dieser Strecken, die eher nicht normal sind", sagte
Räikkönen im Gespräch mit Autosport. Tatsächlich war
die Scuderia vor allem auf den mittelschnellen Strecken mit vielen
schnellen Kurven besonders stark. Wer jedoch auf dem
Hochgeschwindigkeitskurs die Nase vorn hat, scheint offen. Zumal
auch BMW Sauber ein Wörtchen mitreden könnte.
So
erwartet Räikkönen in Italien wieder einen ganz engen Kampf um
die Spitze. Eine Einschätzung, die sich mit den Ergebnissen des
ersten Testtages deckt, als McLaren, Ferrari und BMW in genau
dieser Reihenfolge fast gleichauf an der Spitze der Zeitentabelle
lagen. Beeindrucken ließ sich der Finne durch Hamiltons
McLaren-Bestzeit jedoch nicht. "Ich sehe keinen Grund,
aufgrund von Testergebnissen beunruhigt zu sein. Du weißt nie,
wie viel Sprit der die anderen im Tank haben", sagte
Räikkönen. "Aber sie werden stark sein. Mit Sicherheit wird
es einen engen Fight geben."
Doch
nicht nur die Testergebnisse der Konkurrenz, auch sein erster
Italien-Grand Prix als Ferrari-Fahrer lässt den Iceman kalt.
"Ich glaube nicht, dass sich beim Fahren etwas ändert. Klar
werden hier mehr Fans sein. Die Leute erwarten, dass wir gewinnen
und das werden wir tun. Wir geben unser Bestes und versuchen, das
Rennen zu gewinnen", sagte Räikkönen. Aber für das Rennen
mache es keinen Unterschied ob man Ferrari oder McLaren fahre.
Dennoch soll für ihn in diesem Jahr alles anders werden als in
seiner Zeit als Silberpfeil-Pilot: "Ich war hier immer sehr
konkurrenzfähig, aber ich habe nie gewonnen. Hoffentlich kann ich
das ändern", sagte Kimi.
|