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In
der Donnerstags Pressekonferenz der FIA vor dem Grand Prix von
Italien in Monza beantwortete Kimi Räikkönen Fragen über sein
Empfinden vor seinem ersten Rennen als Ferrari Fahrer in Monza und
seine Erwartungen, die er darin setzt.
Frage:
Kimi, du wirst erstmals vor Ferrari-Heimpublikum fahren. Was
empfindest du deswegen im Moment?
Kimi:
Ich denke, es wird ein etwas hektischeres Wochenende, weil es ein
Heim-Grand-Prix für das Team ist, aber ich denke nicht, dass sich
am Fahren selbst etwas ändert, denn wir geben sowieso immer unser
Bestes. Deswegen sind wir hier.
Frage:
Du warst in den vergangenen beiden Jahren jeweils Schnellster im
Qualifying, auch wenn du nicht immer auf Pole Position starten
durftest. Stimmt dich das zuversichtlich?
Kimi:
Ja. Ich mag die Strecke, aber es ist schwierig, das Auto richtig
abzustimmen, weil man mit wenig Abtrieb fährt, es ziemlich viele
Bodenwellen hat und man hart über die Kerbs fahren muss. Schwer
zu sagen, wo wir stehen werden, aber hoffentlich können wir
wieder um den Sieg kämpfen.
Frage:
Felipe Massa sagt, dass ihr besser seid als es beim Testen
vergangene Woche den Anschein hatte.
Kimi:
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, denn die Tests kann man immer
schwer einschätzen. Da kann man wirklich nur raten, wie viel
Benzin die anderen an Bord haben, aber man weiß, was man selbst
macht. Ich war nicht hundertprozentig glücklich mit dem Auto,
aber wir kennen die Gründe dafür und hoffentlich werden wir am
Wochenende ein besseres Setup haben. Ich denke, wir sollten gut
gerüstet sein - vielleicht wird es nicht unser aller stärkstes
Rennen, aber trotzdem gut.
Frage:
Wie sehr habt ihr bisher vom Input von Michael Schumacher
profitiert?
Kimi:
Schwer zu sagen. Er hat viel Erfahrung im Team und in der Formel
1, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viel er wirklich
gemacht hat, denn ich frage das Team nicht, wer genau was macht
und an welchen Tagen da ist. Das müsstet ihr das Team fragen.
Frage:
Du hast in diesem Jahr schon ein paar Mal im Qualifying einen
Fehler gemacht, auch in der Türkei wieder. Nach dem Rennen hast
du gesagt, dein Startplatz habe dich den Sieg gekostet. Was war in
diesen verschiedenen Situationen los?
Kimi:
Ich habe einfach Fehler gemacht, das ist alles. Die Reifen sind
ein bisschen unberechenbar, wenn man wirklich pusht - im Vorjahr
konnte man damit mehr als eine schnelle Runde fahren. Ich finde
sie jetzt schwieriger zu fahren, da kann einem so etwas schon mal
passieren. Wir sind auch noch auf der Suche nach dem idealen Setup
für das Qualifying, aber für das Rennen haben wir ein sehr gutes
Auto. Leider ist das Qualifying in diesem Jahr sehr wichtig, daher
ist es wahnsinnig schwierig, sich im Rennen noch zu verbessern.
Ich denke, wir haben uns das angesehen und versucht, etwas daran
zu ändern, wie wir im Qualifying abschneiden. Hoffentlich können
wir uns verbessern.
Frage:
Was sagst du zu den neuen Beweisen, die in Zusammenhang mit der
Spionageaffäre aufgetaucht sind?
Kimi:
Ich weiß nichts über diese Geschichte. Die Stimmung im Team ist
gut. Natürlich wären wir in der Weltmeisterschaft lieber vorne,
aber die Atmosphäre ist sehr gut und Ferrari ist ein Team, in dem
es sich angenehm arbeitet. Das Rennfahren wird von der Sache
überhaupt nicht beeinflusst, aber es ist natürlich nicht nett,
dass das Thema immer in den Medien ist. Das gehört halt zum
Rennsport dazu. Im Team ändert sich deswegen nichts.
Frage:
Wurdest du gebeten, Informationen über die Spionageaffäre an die
FIA zu geben? Schließlich bist du ja auch einmal für
McLaren-Mercedes gefahren.
Kimi:
Nein.
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