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Nach
seinem Sieg beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps
sprach Kimi Räikkönen in der FIA Pressekonferenz über seine
Fahrt zum dritten Triumph infolge auf dieser Strecke und seine
Aussichten für den Rest der Saison.
Frage:
Dies sah nach einem perfekten Tag für dich aus. Du hast dir vor
dem Rennen Sorgen gemacht, erstens wegen deines Nackens und auch
wegen Vibrationen oder einem seltsamen Gefühl, das du während
der Qualifikation am Heck des Autos verspürt hast. Aber es sah
perfekt aus.
Kimi:
Ja, das denke ich auch, es gab während des Rennens keine
wirklichen Probleme. Es gab nur manchmal Situationen, in denen du
jemanden überrundet hast, das war ziemlich schwierig, denn hier
fahren wir mit ziemlich wenig Abtrieb, man scheint also eine Menge
Haftung zu verlieren. Es war aus diesem Grund sehr schwierig,
Leute zu überholen. Aber das war für alle dasselbe. Abgesehen
davon war das Auto sehr gut, alles lief gut, und es war ein
schönes Rennen.
Frage:
Und was ist mit deinem Nacken und dem Problem mit dem Heck deines
Autos?
Kimi:
Wir haben nie etwas gefunden, das war also womöglich in meinem
Kopf. Der Nacken ist in Ordnung, er ist nicht perfekt, aber er ist
definitiv in Ordnung, und mit Sicherheit wird er in den kommenden
Rennen wieder normal sein. Ich mache mir darüber also keine
Sorgen. Für das Team war der Doppelsieg eine perfekte Sache, und
sie haben heute alles richtig hinbekommen.
Frage:
Es ist wahnsinnig, wie schnell sich die Dinge nach Monza
verändert haben. Nur eine Woche nach einem sehr harten Rennen
gegen McLaren-Mercedes wart ihr hier in den Ardennen dominant.
Kimi:
Wir wussten, dass wir viel stärker sein würden als wir dies in
Monza waren. Wir kannten die Gründe, warum wir sie auf Strecken
wie Monaco, Monza und Montréal nicht herausfordern können. Wir
versuchen dieses Problem für das kommende Jahr zu beheben,
hoffentlich können wir dies tun, und dann sollten wir ziemlich
stark sein. Dies hat mehr mit der Aerodynamik zu tun, und unser
Auto ist auf diesem Gebiet stark. Alle Kurse wie dieser hier
sollten für uns also in Ordnung sein.
Frage:
Das kommende Rennen in Japan ist wohl eine offene Angelegenheit,
oder?
Kimi:
Ich weiß nicht einmal, wie die Strecke aussieht, es ist aus
diesem Grund für mich ziemlich schwer zu sagen. Aber ich habe
gehört, dass es für uns nicht der beste Ort sein könnte, aber
wir werden sehen. Ich denke, dass die letzten drei Rennen wirklich
so oder so verlaufen können. Meiner Meinung nach wird es zwischen
den Teams eine sehr knappe Angelegenheit werden. Mit Sicherheit
scheinen wir im Qualifying gegen McLaren-Mercedes immer eine harte
Zeit durchzumachen. In den Rennen können wir an manchen Stellen
stärker sein, aber alles in allem denke ich, dass wir vor allem
unser Qualifying verbessern müssen. Wir können sie immer
herausfordern oder zumindest im Rennen besser sein, wir müssen
aus diesem Grund einfach weiter arbeiten und versuchen, uns zu
verbessern. Aber hoffentlich können wir weitere Rennen gewinnen.
Frage:
In Bezug auf die Fahrerweltmeisterschaft bist du nun nur noch
einen Sieg und ein paar Punkte von Lewis Hamilton und Fernando
Alonso entfernt.
Kimi:
Ja, wie ich schon zuvor gesagt habe, wir haben nicht aufgegeben
und wir befinden uns noch auf der Jagd. Wir haben den Abstand
erneut reduziert. Wir haben im vergangenen Rennen ein wenig
verloren, aber ich denke, dass alles passieren kann. Es sind noch
drei Rennen zu fahren. Alle liegen so eng beieinander, und mit
Sicherheit werden wir hart kämpfen. Manchmal läuft es schief,
und manchmal kann es für alle von uns schief laufen. Wir machen
einfach weiter Druck und schauen, was passiert. Wenn wir es
schaffen können, dann wäre dies wahnsinnig, aber es wird
schwierig werden. Aber wir geben nicht auf.
Frage:
Was bedeutet es dir, drei Rennen in Folge hier gewonnen zu haben?
Kimi:
Mit Sicherheit ist dies schön. Es ist auf jeden Fall meine
Lieblingsstrecke, das war sie sogar schon, bevor ich in die Formel
1 kam, es hat also nichts damit zu tun, ob ich hier gewinne oder
hier verliere. Ich habe es einfach immer gemocht, hier zu fahren,
aber ich denke, das ist der Grund, dass ich hier gewonnen habe. Es
ist einfach ein guter Kurs.
Frage:
Die Konstrukteurswertung habt ihr auch gewonnen.
Kimi:
Naja. So kann man das noch nicht sagen. Das hat ja auch noch mit
der Berufung zu tun.
Frage:
Abgesehen von der Berufung: Wie wichtig ist die Konstrukteurs-WM?
Kimi:
Natürlich ist die Konstrukteurs-WM wichtig fürs Team, aber mich
interessiert die Fahrer-Weltmeisterschaft viel mehr. Aber für das
Team ist es natürlich gut, wenn wir die Hersteller-Wertung doch
gewinnen können.
Frage:
Wie lief das Auto auf den weicheren Reifen?
Kimi:
Ich war tatsächlich etwas überrascht. Ich dachte, dass
vielleicht die ersten zwei Runden in Ordnung sein würden und dass
sie dann etwas nachlassen, aber sie waren sehr gut. Beide Reifen
arbeiteten sehr gut. Ich denke, dass der Weiche sehr schnell
hätte sein können, wenn wir zu 100 Prozent Druck gemacht
hätten, es gibt diesbezüglich also keinerlei Beschwerden.
Frage:
Wie groß war die Verlockung, erneut die schnellste Rennrunde zu
fahren?
Kimi:
Ich wollte nichts riskieren. Das Auto war sehr gut, aber leider
bekommt man dafür keine Punkte. Manchmal macht man dies
vielleicht aus Spaß, aber ich hatte diesbezüglich diesmal
keinerlei Verlockung verspürt.
Frage:
Wir haben gesehen, dass du einen Donut hingelegt hast, als du an
die Box zurückgefahren bist. Was ist dort passiert?
Kimi:
Ich habe die Kontrolle verloren (lacht). Nein, ich wollte schon
immer einen hinlegen, und hier ist es wesentlich leichter, also...
Und der Motor hatte bereits das zweite Rennen absolviert, es war
also eigentlich egal, wenn du ihm sein Leben schwieriger
gestaltest.
Frage:
Wie ist die Motivation dieses Sieges im Hinblick auf die
Weltmeisterschaft?
Kimi:
Es ist egal, ob man hier oder bei irgendeinem anderen Rennen
gewinnt. Dies hilft mir in Bezug auf die Punkte und es hilft mir
in Bezug auf die Meisterschaft, es ist also mit Sicherheit viel
schöner zu gewinnen, als Dritter oder Vierter oder Fünfter oder
Zweiter zu werden. Ich gewinne lieber und habe eine bessere Chance
auf die Meisterschaft. Das ist das, was wirklich zählt.
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