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Angst
seinen ersten WM Titel noch zu verlieren hatte Kimi Räikkönen
zwar nicht. Dennoch ist er froh, dass jetzt alle Zweifel ausgeräumt
sind.
Auch
als neuer Weltmeister bleibt sich Kimi Räikkönen treu. Nach
seinem Überraschungscoup von Brasilien machte sich der
schweigsame Finne erst einmal rar. Außer einem Auftritt bei der
offziellen Ferrari WM-Party in Modena gab es nichts zu sehen und
nichts zu hören vom frisch gekrönten Champion. Immerhin nahm
Räikkönen die endgültige Bestätigung seines WM-Titels durch
das FIA-Berufungsgericht zum Anlass, sich über seine
Internetseite zu Wort zu melden. "Natürlich war das die
Nachricht, die ich hören wollte", schrieb Räikkönen.
"Endlich ist alles klar. Wir sind die Champions und dagegen
gibt es nichts mehr zu sagen."
Sorge,
dass ihm der Titel wegen der Benzinaffäre bei Williams und BMW
wieder weggenommen werden könnte, habe er aber nicht gehabt.
"Ich kann ehrlich sagen, dass mich diese Affäre nicht im
Geringsten gestresst hat", schrieb Räikkönen, der seit
seinem Sieg in Brasilien mit einigen Freunden in seinem Domizil in
der Schweiz relaxt. "Nichts hat sich geändert, seitdem sich
die Stewards in Brasilien damit befasst haben." Dennoch
könne er seinen Urlaub nun noch mehr genießen, nachdem der
"letzte Dreck weggewischt wurde".
Allzu
lang wird die sorglose Zeit für Kimi aber nicht mehr dauern. In
Jerez Anfang Dezember wird Räikkönen wieder für Ferrari im
Cockpit sitzen. Nach knapp anderthalb Monaten außerhalb eines
Formel 1-Autos macht sich beim Finnen schon wieder Vorfreude
bemerkbar - zumal das Fahren ohne Traktionskontrolle in der Formel
1 auch für ihn Neuland bedeutet. "Es wird sehr interessant,
wie sich das Auto anfühlt, wenn die Reifen in jeder Kurve
durchdrehen", glaubt Kimi.
Danach
wartet noch ein besonderer Termin auf den neuen Weltmeister: Die
offizielle Preisverleihung der FIA in Monaco. "Ich war nie so
scharf auf diese Gala-Veranstaltungen, aber dieses Mal ist es
anders", berichtet Räikkönen. "Natürlich ist meine
Lust zu feiern riesengroß, denn wir haben mit dem Team auch viel
zu feiern." Ein bisschen etwas ändert sich als Weltmeister
eben doch.
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