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Nach
seinem Triumph beim Grand Prix von Spanien in Barcelona sprach
Kimi Räikkönen in der FIA Pressekonferenz über sein Rennen.
Frage:
Wie waren die Bedingungen auf der Strecke heute gewesen?
Kimi:
Nicht allzu schlecht. Ich hatte in Kurve drei einen Zwischenfall,
als ich zu meinem ersten Boxenstopp kam. Es gab massives
Untersteuern und die Vorderräder blockierten, ich rutschte aus
diesem Grund seitlich weg. Wenn man solche unerwarteten Dinge
erlebt, dann hat man natürlich manchmal mehr Glück als Verstand,
dass man nicht abfliegt. Aber abgesehen davon waren die
Bedingungen heute sehr gut.
Frage:
Dies hat von außen nach einem ziemlich perfekten Tag ausgesehen,
war auch das Auto perfekt?
Kimi:
Ja, es war sehr gut. Wir können es jedoch immer noch verbessern.
Wir versuchen immer, es zu verbessern, aber es war ganz gut, hatte
die ganze Zeit über eine gute Balance. Es war also nicht allzu
schlecht.
Frage:
Es sah danach aus, als hättest du auf den härteren Reifen im
Vergleich zu den McLaren-Mercedes Zeit verloren. Grundsätzlich
wart ihr beide auf relativ ähnlichem Niveau unterwegs, aber die
McLaren schienen auf den härteren Reifen in den ersten zwei oder
drei Runden deutlich schneller zu fahren.
Kimi:
Wir mussten keinen Druck machen. Wenn wir Druck hätten machen
wollen, dann hätten wir mit Sicherheit viel schneller fahren
können, aber es gab keinen Grund, etwas zu riskieren, oder den
Motor mehr zu nutzen, als wir dies tun mussten. Zunächst einmal
versuchten sie, auf uns aufzuholen, und sie hätten dann ja auch
noch uns überholen müssen. Aber wenn sie nicht einmal auf uns
aufholen konnten, dann ist dies ja in Ordnung. Im letzten Teil des
Rennens sah man von den meisten Leuten nicht die wahre
Geschwindigkeit. Sie machen langsamer, wenn sie dies tun können.
Frage:
Um die Runde 40 herum hast du zwei oder drei Runden lang Zeit auf
Felipe verloren.
Kimi:
Ich verlor hinter demselben Auto im Verkehr steckend Zeit. Ich
denke, dass es zweimal Sato war. Er war nicht allzu hilfreich,
aber abgesehen davon weiß ich nicht, ob da etwas passierte. Es
gab mit meinem Auto kein Problem. Vielleicht machte ich einen
Fehler oder steckte im Verkehr fest. Ich kann mich nicht mehr
daran erinnern.
Frage:
Was hast du gedacht, als du das Auto von Heikki im Reifenstapel
gesehen hast?
Kimi:
Zunächst einmal wussten wir nicht, welcher McLaren das war. Ich
fragte das Team und sie sagten mir, dass es Heikki war. Es sah
womöglich schlimmer aus, als es schlussendlich war. Zum Glück
scheint er in Ordnung zu sein, das ist die Hauptsache.
Frage:
Du hast nun in der Weltmeisterschaft einen Vorsprung von neun
Punkten. Um wie viel gestaltet dies dein Leben einfacher?
Kimi:
Es ändert bisher nichts. Es ist ein guter Vorteil, aber es sind
noch 14 Rennen zu fahren. Man hat ein schlechtes Rennen und der
Vorsprung ist wieder weg. Das verleiht dir ein wenig Sicherheit,
weil du kannst in einem Rennen nicht ins Ziel kommen und es ist
danach kein totales Desaster, aber bisher lief es gut. Wir müssen
einfach so weitermachen und versuchen, das Auto zu verbessern.
Frage:
Hast du dir bei deinem zweiten Boxenstopp Sorgen gemacht, als du
zwei Sekunden langsamer warst als Felipe? Hattest du Angst, dass
du die Führung verlieren kannst?
Kimi:
Daran denkst du immer, wenn du langsamer bist und die anderen
Jungs mit voller Geschwindigkeit auf der Strecke fahren. Aber es
wurde nur durch Verkehr verursacht, als mein Auto aufgetankt
wurde, und ich musste da warten. Denn es waren dort zwei Autos,
Lewis und ein BMW, gleichzeitig an der Box, ich musste aus diesem
Grund einfach warten. Als sie losgefahren waren, konnte ich meine
Box verlassen. Das kann man nicht sehen, aber das Team versucht
mir immer zu sagen, was vor sich geht. Ich hatte einen
ordentlichen Vorsprung, ich machte mir aus diesem Grund
diesbezüglich nicht allzu große Sorgen. Aber man würde lieber
losfahren, wenn man dies tun kann, als zu warten.
Frage:
Michael Schumacher war das ganze Wochenende hier gewesen. Wir
groß war seine Hilfe für dich, das Rennen zu gewinnen, und
während der Tests und bei den Besprechungen?
Kimi:
Ich habe ihn gestern zum ersten Mal gesehen, ich denke, dass er
für das Team im Allgemeinen hilfreich ist. Während der Saison
fuhr er ein paar Tests, aber ich erledige meine Arbeit zusammen
mit den Ingenieuren, da ist er nicht involviert. Er ist Teil des
Teams, er war immer da gewesen, wenn wir also Hilfe von ihm haben
möchten, dann würde er helfen, da bin ich mir sicher.
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